Zurück ans #Meer : #Cap_Frehel

Das Cap Fréhel (teils auch Cap Fréhal geschrieben) ist eine Landzunge an der Côte d’Émeraude in der nordöstlichen Bretagne und bildet den nördlichsten Punkt des felsigen Vorgebirges, das zwischen den Städten Saint-Malo und Saint-Brieuc in den Golf von Saint-Malo hineinragt. Es liegt ca. 8,5 km von der gleichnamigen Gemeinde Fréhel entfernt, liegt jedoch auf dem Gemeindegebiet von Plévenon.

Die Klippen bestehen aus rötlichem Sandstein, schwarzem Schiefer und dem von der Côte de Granit Rose berühmten rosa-farbenen Granit. Sie fallen steil zum Wasser hin ab und haben eine Höhe von bis zu 70 m. Die Wiesen, die das Kliffdach bedecken, sind am reizvollsten im Frühjahr und Sommer, wenn hier Wildhyazinthen, Narzissen, Vielblütige Weißwurz und Nelken blühen. Hinter den Klippen wachsen Stechginster und Erika.

Cap Fréhel ist ein Vogelschutzgebiet, das eine Vielzahl an Brutvögeln beherbergt. Am zahlreichsten sind die Krähenscharben und Silbermöwen, außerdem kommen Lummen, Austernfischer, Herings-, Mantel– und Dreizehenmöwen, Papageitaucher, Eissturmvögel und Kolkraben vor. Ein typischer Anblick sind die Möwen, wie sie vom immer wehenden Wind im Schwebeflug getragen werden, bevor sie sich aus großer Höhe krächzend ins Wasser fallen lassen.

Am Kap stehen zwei Leuchttürme. Einer stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde vom Baumeister Vauban erbaut. Der andere stammt aus dem Jahre 1950, ist knapp 33 m hoch und kann zu bestimmten Zeiten bestiegen werden, was bei klarem Wetter für eine gute Sicht bis zur normannischen Halbinsel sorgt. (© wikipedia.de)

Der #Turm von #Rapunzel

ein Teil der Stadtmauern von Dinan –

Persönlicher Eindruck : Ein wirklich nettes Städtchen mit einem wunderbaren begehbaren Glockenturm mit 45 m Höhe (von hier stammten auch die Fotos der vorhergehenden Postings) – Der Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert symbolisiert mit einer Höhe von 45 m den Wohlstand der Stadt. Er besitzt noch die Glocke, die Herzogin Anne geschenkt hatte.

Lediglich das Verkehrskonzept in Dinan ist verbesserungswürdig – das Örtchen ist teilweise richtig zugeparkt…Dennoch ist Dinan einen Ausflug wert.

Der hässliche Ritter von #Dinan

#Bertrand_du_Guesclin

(© wkipedia)

Bertrand du Guesclin (* um 1320 in Schloss La Motte-Broons bei Dinan; † 13. Juli 1380 vor Châteauneuf-de-Randon/Auvergne) war ein bedeutender bretonischer Heerführer und Connétable von Frankreich.

Dank seiner militärischen Erfolge im Hundertjährigen Krieg zwischen den Kronen Englands und Frankreichs ging er als ein „Ritter ohne Fehl und Tadel“ in die Legende ein und erlangte im kollektiven Gedächtnis der Franzosen den Status eines Nationalhelden. Nach Aussagen von Zeitgenossen war er ein ungewöhnlich hässlicher Mann, aber schon als Jüngling ein so kräftiger wie brutaler Haudegen.

Leben

Du Guesclin kämpfte zunächst im Bretonischen Erbfolgekrieg (1341–1364) auf der Seite Karls von Blois, der, vom französischen König unterstützt, dem seinerseits mit den Engländern verbündeten Herzog Johann IV. von Montfort die Herrschaft streitig machte. 1357 tat er sich erstmals hervor, als er erfolgreich die Verteidigung der Stadt Rennes gegen englische Truppen leitete. Hiernach wurde er von Karl von Blois zum Kommandanten von Pontorson und des Mont Saint-Michel ernannt.

Um 1360 fungierte er als Oberbefehlshaber der Truppen Karls in der Normandie, im Anjou und im Maine. Nachdem er am 16. Mai 1364 in der Schlacht von Cocherel(heute Houlbec-Cocherel) König Karl den Bösen von Navarra, einen ebenfalls mit England verbündeten Thronrivalen des neuen französischen Königs Karls V., vernichtend geschlagen und damit seiner Hoffnungen auf die französische Krone beraubt hatte, wurde er von Karl V. zum Grafen von Longueville und Königlichen Kammerherrn erhoben.

Am 29. September 1364 geriet Du Guesclin in der Schlacht von Auray, in der Karl von Blois fiel, in die Gefangenschaft Johanns V. von Montfort. Das hohe Lösegeld (100.000 Franc), für das er von Karl V. freigekauft wurde, zeigt sein Ansehen schon zu dieser Zeit.

Da der Krieg um die Bretagne durch den Tod Karls von Blois ein Ende gefunden hatte, wurde Du Guesclin 1365 von König Karl V. beauftragt, die beschäftigungslos in Frankreich marodierenden Söldnerhaufen (die sog. Grandes Compagnies) zu sammeln und nach Spanien zu führen. Dort sollten sie den Thronprätendenten Heinrich von Trastámara im Kampf um die Krone von Kastilien gegen seinen Halbbruder Peter I. unterstützen, der seinerseits mit England verbündet war und über die größte Kriegsflotte in Westeuropa verfügte.

Nach einer erfolgreichen Kampagne im Jahr 1366 wurden Heinrich und Du Guesclin 1367 von einem kastilisch-englischen Heer in der Schlacht von Nájerabesiegt und der Letztere gefangen genommen. Vergebens hatte er, die taktische Überlegenheit der englischen Truppen unter dem Strategen Sir John Chandos und die Unzuverlässigkeit der zusammengewürfelten Truppen der eigenen Seite richtig einschätzend, von einer offenen Feldschlacht abgeraten und vorgeschlagen, sich im Gebirge zu verschanzen, die Pässe zu sperren und so einen weiteren englischen Vormarsch zu verhindern. Die Letzten, die bei Nájera den Engländern trotzten, waren Du Guesclin und seine Leute. Er deckte so auch den Rückzug Heinrichs, der sich lebend retten konnte, und ergab sich schließlich.

Wieder einmal von Karl V. freigekauft, schlug er Peter 1369 in der Schlacht von Montiel, vor der gleichnamigen Festung, vernichtend. Bei den anschließenden Verhandlungen zwischen den Halbbrüdern erlebte er ungerührt mit, wie Peter ermordet wurde. Von dem dankbaren Heinrich, nunmehr Heinrich II. von Kastilien, wurde er mit dem Titel Graf von Molina belohnt. Mit der nachfolgenden Unterstützung Frankreichs durch die kastilische Flotte hatte er auch das politische Ziel seiner Mission erreicht.

Bei seiner Heimkehr 1370 wurde Du Guesclin von Karl V. mit der Würde eines Connétable von Frankreich ausgezeichnet, d. h. dem höchsten militärischen Grad. In den folgenden zehn Jahren führte er einen taktisch klugen Zermürbungskrieg gegen die englischen Truppen im Land, der seinen Ruhm als Feldherr endgültig sicherte. Er nahm den Engländern Festung für Festung ab, nur Bordeaux, Cherbourg und Calais konnten sie halten.

1373 heiratete er in zweiter Ehe die bretonische Adelige Jeanne de Laval, blieb aber auch mit ihr kinderlos.

Am 13. Juli 1380 erlag er während der Belagerung von Châteauneuf-de-Randoneinem plötzlichen Tod, angeblich weil er, überhitzt, zu viel kaltes Wasser getrunken hatte. Er wurde auf Geheiß von Karl V. in einer Art Staatsbegräbnis in der Königsgruft der Abteikirche von Saint-Denis bestattet. Sein Herz befindet sich in einem Katafalk in der Kirche Saint-Sauveur in Dinan. Bei der Plünderung der Königsgräber von Saint-Denis während der Französischen Revolution wurde sein Grab am 20. Oktober 1793 geöffnet und geplündert, seine Überreste wurden in einem Massengrab außerhalb der Kirche beerdigt.

Die korrekte Schreibung seines Namens steht übrigens nicht zweifelsfrei fest. Bei den Historikern hat sich zwar „du Guesclin“ durchgesetzt, doch heißt er in Texten des späten Mittelalters meist „Claquin“ oder, seltener, „Glaquin“. Er selbst zeichnete schlicht mit „Bertran“.