#Cordes-sur-Ciel für Romantiker

Welch wunderbarer Ort – man möchte hier wirklich ein Maler sein, um diese wunderbaren Gassen, Häuser und Winkel in Ruhe zu malen…

Cordes-sur-Ciel ist eine südfranzösische Gemeinde mit 909 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Tarn in der Region Okzitanien. Der spektakulär auf einem Hügel liegende Ort hat ein mittelalterliches Erscheinungsbild bewahrt.

Die #Wunder von #Rocamadour

1534 befestigte der Seefahrer Jacques Cartier auf dem Mast seines nach Kanada segelnden Schiffes als Schutz vor Unwettern die Fahne der Madonna von Rocamadour. Die Jungfrau Maria legte die schützende Hand über die Seefahrer.

Die Tafel in der Wallfahrtskirche bezeugt die Wunder, die vielen Seefahrern das Leben retteten. Daher sind viele Schiffsmodelle in der Kirche als Dank zu bewundern – man sagt, wenn eines der Schiffe schwankt, ist irgendwo auf den Meeren ein Schiff in Seenot und benötigt die Hilfe der Jungfrau Maria….

Die #Ketten der #Pilger in #Rocamadour

Der Bußwallfahrer hatte nach der Ankunft in Rocamadour ein Kleid aus grobem Stoff und Ketten an Hals und Armen anzulegen. Dann musste er auf Knien die große Treppe zum Heiligtum zu einem Pranger hinaufsteigen. Vor dem Altar der Kapelle erflehte er Vergebung, worüber ihm eine Bescheinigung ausgestellt wurde. Dann konnte er das bleierne Pilgerabzeichen erwerben.

In der Wallfahrtskirche sind diese Ketten aus dem Mittelalter noch zu sehen…

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Die #Stufen von #Rocamadour

Bis zur Reformation zog es Jahr für Jahr Tausende von Pilgern nach Rocamadour. An den Versöhnungstagen waren es bis zu 30.000 Pilger, die nach hier kamen um einen Ablass zu erhalten. Nicht alle kamen freiwillig. Es war seit dem 13. Jh. auch außerhalb Frankreichs vor allem in Holland üblich, dass auch weltliche Gerichte als Strafe eine Wallfahrt nach Rocamadour anordneten. Die Bußwallfahrer mussten nach ihrer Ankunft in Rocamadour ein Kleid aus einem rauen, groben Stoff anlegen und Ketten um Arme und Hals tragen. Dann mussten sie auf Knien die große Treppe der Via Sancta hinaufrutschen. Die hat 233 Stufen und die meisten Büßer sind wohl mit wunden, blutenden Knien oben bei den Kapellen angekommen. Vor dem Altar der Schwarzen Madonna erflehten sie Verzeihung, sie erhielten dann eine Bescheinigung und konnten ein Pilgerabzeichen aus Blei erwerben.

(c) https://ullijsreisetagebuch.wordpress.com/2009/09/18/rocamadour-ein-felsliebender-eremit-und-tausende-pilger/