Nun sind wir also in Taomirna angelangt, wir haben bewusst auf den Ätna verzichtet, um mehr Zeit für den Rest von Sizilien zu haben – auch, da wir bereits früher den Vesuv und Island besucht hatte und daher schon mit Vulkanen zu tun hatten.
Wir bezogen also für eine Nacht unser Hotel Bel Soggiorno in traumhafter Lage. Die Anfahrt und vor allem das Parken erwies sich als durchaus herausfordernd, aber wir sollten noch viel mehr enge und aufregende Situationen mit dem sizilianischen Autoverkehr erleben. Aber dazu später.
Taormina erwies sich als wunderbar romantische Stadt, die erst, wenn es dunkel wird, ihre wahre Pracht und ihr Flair entfaltet – wie eine richtige italienische Diva.
Nach einem Besuch im berühmten Amphietheater siehe folgende Blogs) durchstreiften wir die Stadt und hatten Glück, einen tollen Platz zum Abendessen im Ristorante Il Ciclope https://ristoranteilciclope.it zu ergattern.
Aber vorher besuchten wir noch den Parco Duchi di Cesarò – Inmitten der üppigen, mediterranen Bepflanzung befinden sich kleine Tempel und Skulpturen sowie einige Ziegelbauten im viktorianischen Stil, die Florence Trevelyn zur Beobachtung von Vögeln bauen ließ.
Florence Trevelyn war eine spannende Person, nicht nur auf Grund eines Gerüchtes um einen Skandal im englischen Königshaus:
Der Anwalt und Journalist Dino Papale aus Taormina schrieb 1995 das Buch „Taormina Segreta – La Belle Epoque 1876–1914“. Darin behauptet er, die junge Florence sei von Königin Victoria vom englischen Königshof und aus der High Society verbannt worden, weil sie angeblich eine Affäre mit Prinz Edward, dem ältesten Sohn der Königin und dem späteren König Edward VII., gehabt habe.
Trevelyn war eine Pionierin des Vogelschutzes in Italien. Alle Immobilienvermächtnisse in ihrem Testament enthielten die Bestimmung, dass die Erben auf keinem der von ihr in England oder Sizilien besessenen Grundstücke Bäume fällen, Land bebauen oder Häuser errichten durften. Auch den Erben des Gartens von Hallington Siculo und der Insel Isola Bella verpflichtete sie, keine Wildvögel oder Jungvögel zu töten, die sich dort aufhielten. © wikipedia
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