Die #Ketten der #Pilger in #Rocamadour

Der Bußwallfahrer hatte nach der Ankunft in Rocamadour ein Kleid aus grobem Stoff und Ketten an Hals und Armen anzulegen. Dann musste er auf Knien die große Treppe zum Heiligtum zu einem Pranger hinaufsteigen. Vor dem Altar der Kapelle erflehte er Vergebung, worüber ihm eine Bescheinigung ausgestellt wurde. Dann konnte er das bleierne Pilgerabzeichen erwerben.

In der Wallfahrtskirche sind diese Ketten aus dem Mittelalter noch zu sehen…

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Die #Stufen von #Rocamadour

Bis zur Reformation zog es Jahr für Jahr Tausende von Pilgern nach Rocamadour. An den Versöhnungstagen waren es bis zu 30.000 Pilger, die nach hier kamen um einen Ablass zu erhalten. Nicht alle kamen freiwillig. Es war seit dem 13. Jh. auch außerhalb Frankreichs vor allem in Holland üblich, dass auch weltliche Gerichte als Strafe eine Wallfahrt nach Rocamadour anordneten. Die Bußwallfahrer mussten nach ihrer Ankunft in Rocamadour ein Kleid aus einem rauen, groben Stoff anlegen und Ketten um Arme und Hals tragen. Dann mussten sie auf Knien die große Treppe der Via Sancta hinaufrutschen. Die hat 233 Stufen und die meisten Büßer sind wohl mit wunden, blutenden Knien oben bei den Kapellen angekommen. Vor dem Altar der Schwarzen Madonna erflehten sie Verzeihung, sie erhielten dann eine Bescheinigung und konnten ein Pilgerabzeichen aus Blei erwerben.

(c) https://ullijsreisetagebuch.wordpress.com/2009/09/18/rocamadour-ein-felsliebender-eremit-und-tausende-pilger/

#Rocamadour – die #Felsnische & die #Vierge_Noir

Den Pilgerort haben wir der Felsnische mit dem leeren Sarkophag neben der Kapelle Notre-Dame zu verdanken. Einer Legende nach fand man hier 1266 per Zufall den unverwesten Leichnam des legendären Einsiedlers Amadour. Der Eremit soll einst der Zöllner Zachäus gewesen sein, der nach dem Tode Christi den Namen Amadour angenommen und als Einsiedler nach Gallien gekommen war. Er soll die Vierge Noir aus einem Baumstamm geschnitzt haben. Seit dem Fund des Leichnams wird der Ort »roc Amadour« genannt, der Felsen des Amadour. (c) freundenthal.biz

#Rocamdour – auf der 2. Etage

In dieser zweiten Ebene befinden sich sieben Gotteshäuser: Das bedeutendste ist die Marienkapelle Notre Dame de Rocamadour, die über der Krypta des heiligen Amadour steht. Weiterhin bedeutend ist die Basilika Saint-Sauveur, die zusammen mit der Krypta seit 1998 als Teil des Weltkulturerbe der UNESCO „Jakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet ist. Ebenso finden sich dort die kleineren Kapellen: St. Jean-Baptiste, St. Blaise, St. Anne und St. Michel. Ein Museum mit sakraler Kunst, in dem zahlreiche Reliquienschreine, religiöse Gemälde und Statuen gezeigt werden, findet sich dort ebenso. Es erklärt die Geschichte des Wallfahrtsortes. Darüber hinaus gibt es ein Zentrum für geistliche Musik, das Konzerte ausrichtet und Chöre betreut. (c) wiki